Februar 22, 2011

Assorted Annoyances

Posted in Erleben um 2:54 pm von deadra

Irgendwann zwischen Oktober (1. Antrag auf Mindestsicherung) und jetzt (Folgeantrag wird fällig) ist es für die Stadt Wien zu einem Problem geworden, dass ich zwei Nebenwohnsitze habe. Das wurde mir am Freitag per Post mitgeteilt. Lieb, oder? Besonders, wenn man bedenkt, dass mein Antrag nächste Woche vollständig abzugeben ist. Und dass man Nebenwohnsitze nur vor Ort am Gemeindeamt abmelden kann. Ja, man kann einen Boten bestimmen und hinschicken, aber so ein Bote braucht zuallermindest eine Ausweiskopie.
Spielen wir das also durch – Nebenwohnsitz A ist ein Problem, weil meine einzig-mögliche Botin zwar mit meinem Reisepass hingehen kann, aber berufstätig ist, was bedeutet, dass sie eigentlich während des Parteienverkehrs keine Zeit hat. Und wenn sie Zeit hätte, ist kein Parteienverkehr, weil Amt, und so. Spannend.
Nebenwohnsitz B ist ein Problem, weil meine einzig-mögliche Botin dort zwar Pensionistin ist und daher auch während des Parteienverkehrs aufs Amt spazieren kann, aber keinen Ausweis/keine Ausweiskopie von mir hat. Ich kann ihr am Wochenende eine Ausweiskopie (oder auch den Reisepass…auch egal) bringen, aber dann kann sie erst recht wieder frühestens am Montag aufs Amt und mich abmelden. Und dann hab‘ ich noch immer keinen Meldezettel hier in Wien liegen. Auch spannend.

Ich habe also bei der zuständigen Stelle angerufen. Die nette Dame dort hat zwar „die Problematik durchaus begriffen“, glaubt aber „trotzdem, dass der Referent den Meldezettel in der Hand haben wollen wird“. Das also dazu. Aber vielleicht kann man da ja was machen….sie wird es also weiterleiten und ich darf bis spätestens Freitag einen Rückruf von meinem Referenten erwarten. Freitag. Wo ich dann, selbst wenn er sagt ich muss das alles zeitgerecht herzaubern, eigentlich keine Chance mehr habe.

Außer natürlich, ich fahre am Montag persönlich von Amt zu Amt durch die Weltgeschichte, bin dann erst abends in Wien und verletze damit die Anwesenheitsauflagen vom AMS für meinen Computerkurs, was wiederum einen komplett neuen Papierkrieg auslösen würde. Oh Spaß.

Wenn man mir sowas zwei Monate vorher schreibt, lässt es sich locker regeln, aber jetzt brauch ich plötzlich was weiß ich was für komplizierte Mail/Post/Zug/Bus-Arrangements, damit ich überhaupt den Funken einer Chance habe meine Auflagen zu erfüllen. Argh.

__________________________

Außerdem ist MS Access blöd, aber nicht annähernd so blöd wie das Grundlagen-Booklet, das wir bekommen haben um MS Access trotz Blödheit zu durchschauen.
Es ist grottenschlecht geschrieben, voll mit Grammatikfehlern, bei denen es mir alle Haare aufstellt, und erklärt zwar so schwierige Dinge wie

Mit der „ENTFERNEN“-Taste können Sie nun das von der Einfügemarke rechts stehende Zeichen löschen.
Die „RÜCKSCHRITT“-Taste (engl. Backspace) löscht das von der Einfügemarke links stehende Zeichen.

enthält aber gleichzeitig so aufschlussreiche Tipps wie

Mit Hilfe der IME-Eigenschaften können Sie den Kanji-Konvertierungsmodus eines Steuerlements festlegen, wenn der Fokus zu diesem Steuerelement wechselt.

Das wird weder näher erklärt noch kommt es im Booklet davor oder danach je wieder vor. Ich habe daher beschlossen es handelt sich um einen Koan. So zur Auflockerung, mitten im Text. Access to Enlightenment…oder so.

 

*headdesk*

2 Kommentare »

  1. kalafudra said,

    Ich hab dir doch gesagt, das Booklet ist den Aufwand nicht wert. :)

    Aber insgesamt Frustration pur.

    • deadra said,

      Ich hab‘ das Booklet am Nachmittag fertig durchgekaut, und es ist ein Wunder der Sinnlosigkeit.
      Es erklärt, wie man im Access eine DB bastelt, aber nicht wie man zB eine Formular-Anfrage konstruiert, die Daten von mehr als einer Tabelle braucht. Man kann am Ende also eine DB bauen, aber keine von jemand anderem verwenden, ohne sie dabei auseinanderzunehmen und sich stundenlang mit ihrer Struktur vertraut zu machen. Weil, ähm…ja. siehe auch: Koan

      Es stellt sich auch die Frage, wie man Sachen über ein Formular in die DB eingeben könnte, wenn sich die Info auf mehrere Tabellen aufteilt. Sollte theoretisch möglich sein, nur für den abwegigen Fall, dass meine CD Tracks enthält. Vielleicht sogar Tracks von Interpreten *gasp*. Wird aber auch nicht erwähnt. Warum auch.

      Es ist fast als hätte sich sogar der unmotivierte, schreib-unbegabte Autor der Booklets gedacht er scheißt drauf, weil wir werden das Programm eh nie verwenden. Sehr motivierend, sowas.
      Case in point: die Beispiel-/ÜbungsDB ist ein Verzeichnis von mp3s … ernsthaft. Auf einem Computer wo schon automatisch eine mp3-Bibliothek vorinstalliert ist, die man mit Access NIE IM LEBEN so kompliziert hinkriegen würde. Oh fuck it.

      Wenigstens die Amtsschimmel-Farce schaut im Moment aus als würde sie sich in Wohlgefallen auflösen. Das wär schön.


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