Februar 12, 2008

schamloses Plagiat…

Posted in Lesen um 2:14 pm von deadra

Ich hab‘ gerade diesen Thread gefunden…wie hätten berühmte Autoren als Kinder geschrieben.

Ich bin begeistert (auch wenn ich’s noch nicht ganz durchgelesen habe).
Aber irgendwie würd‘ ich das auch gerne mal probieren.

Wer sich anschließen mag ist herzlich willkommen…bitte posten. (Oder mir mailen, und ich poste dann, wenn’s zu groß ist.)

Ich würd‘ mich jedenfalls freuen :-)

2 Kommentare »

  1. kalafudra said,

    Der Thread ist genial, aber ich muss noch etwas in mich gehen, um herauszufinden, ob ich dem gewachsen bin… mal schauen.

  2. kalafudra said,

    Stephen King, 15 Jahre

    Es war ein ganz normaler Samstagnachmittag in der kleinen Stadt in Maine. Betty Johnson goss die Blumen in ihrem Garten, die ihr ganzer Stolz waren. Ihr Mann Hank saß auf der Veranda im Schatten und trank sein drittes Glas Whiskey mit Eis. Eigentlich war es bereits das fünfte, aber an Tagen wie diesen, an denen die Sonne schien und der Gedanke, dass man Alkoholiker sein könnte, weit weg war, musste man es nicht so genau nehmen.
    Ihnen gegenüber wohnten Bob und Stefanie Miller. Bob war erst vor kurzem in die Stadt gezogen, weil er den Posten des Sheriffs angenommen hatte. Er war einer von den Leuten, die Hank verächtlich Gutmenschen nannte und sich nicht mit ihnen abgab. Stefanie, die Hanks Blicke richtiggehend magnetisch anzog, war hingegen eine Schlampe.
    Bob und Stefanie hatten einen Sohn, Jim. An diesem glorreichen Samstag war Jims zwölfter Geburtstag. Er wünschte sich nichts sehnlicher als eine von diesen neuen Actionfiguren, ein Soldat aus einer Fernsehserie, Private Pane.
    Um drei begannen die Gäste einzutrudeln. Zuerst kam Helen mit ihrem Sohn Ralf. Ralf war ein bisschen langsam, er war etwas „Besonderes“. Ralfs Vater hatte sich aus dem Staub gemacht als er dies erfuhr. Seitdem musste Ralf überall eingeladen werden.
    Jim wollte Ralf nicht dabei haben. Er war anstrengend und peinlich. Aber Jim war keiner von den Buben, die Ralf quälten, ihn aufzogen und für kleine Botendienste, die immer in Problemen endeten, verwendete.
    Helen stellte ein Geschenk auf den Tisch. Jim wurde aufgeregt, es hatte die richtige Größe für die Actionfigur. Während er Ralf begrüßte und einige schüchterne Worte mit ihm wechselte, wanderten seine Augen immer wieder zu
    (Private Pane)
    dem Geschenk und er schwor sich, dieses als erstes zu öffnen.
    Kurz darauf waren alle seine Freunde da und die Erwachsenen zogen sich ins Haus zurück. Musik spielte laut und Gelächter waberte über dem Rasen wie heiße Luft.
    Jim erwartete ungeduldig, dass seine Mutter den Kuchen brachte, wie jedes Jahr
    (denn danach würde Private Pane ausgepackt)
    und dass alle sangen
    (denn danach würde er endlich Private Pane bekommen)
    und dass schließlich die Geschenke übergeben wurden.
    Die Verandatür wurde aufgestoßen und Stefanie trug die Torte nach draußen. Alle begannen „Happy Birthday“ zu singen und der Kuchen wurde verteilt. Schließlich durfte Jim seine Geschenke öffnen.
    Als erstes schnappte er sich
    (Private Pane)
    Ralfs Paket und riss das Papier in kleine Fetzen. Tatsächlich – es war die Actionfigur. Jim strahlte über das ganze Gesicht. Als Ralf sah, was Jim bekommen hatte, begann er zu weinen. Erschrocken wollte Jim ihn trösten.
    „Du darfst mich gerne besuchen kommen und mit ihm spielen.“
    „Ich will nicht mit ihm spielen. Er ist böse. Er ist BÖSE!“
    Ralf wurde panisch. Seufzend verabschiedete sich Helen.
    „So schnell wird er sich nicht mehr beruhigen. Ich bringe ihn besser heim.“
    Jim sah ihnen zu, wie sie davon fuhren. Trotz der sommerlichen Hitze hatte er bei Ralfs Worten Gänsehaut bekommen, die er jetzt nur mehr schwer abschütteln konnte.
    Aber in dem Partytrubel war das schnell wieder vergessen.

    Als am frühen Abend bei den Millers immer noch keine Ruhe eingekehrt war, machte sich Hank Johnson auf den Weg über die Straße. Bob öffnete ihm die Tür.
    „Können S’ bitte ’n bischen leiser sein?“, lallte Hank und stützte sich an den Türrahmen, „’s gibt’n paar Leut, die in Ruhe Abndessn wolln!“
    „Hank, es ist die Geburtstagsfeier meines Sohnes, er wird nur einmal zwölf. Und die Kinder werden sowieso bald nach Hause gehen, ich versprech’s! Wollen Sie vielleicht ein Stück Kuchen?“
    Angetrieben durch die 10 (15) Whiskeys des Tages beschloss Hank, dass er das so nicht hinnehmen konnte. Er holte aus und versuchte, Bob endlich mal eins auf sein gutmenschliches Maul zu geben. Allerdings war er doch etwas wackliger auf den Beinen, als er gedacht hatte und fiel.
    Bob rief seiner Frau zu, dass er Hank nach Hause brachte und machte sich mit dem alten Mann auf den Weg über die Straße. Stefanie stand in der Küche mit ein paar befreundeten Müttern und winkte ihm zu.

    Im Garten war die Feier in vollem Gange. Als Jim von einem der Spiele auf seinen Platz sah, war die Private Pane Puppe verschwunden, die er dort wie einen Vertreter für sich selbst hatte sitzen lassen.
    Verwundert sah er neben den Stuhl, aber die Figur lag auch nicht am Boden. Vielleicht hatte seine Mutter sie nach drinnen getragen, um sie vor Kuchenresten zu schützen.

    Hank stolperte über den Bordstein. Bob konnte ihn nicht halten und wurde mit zu Boden gerissen. Als er sich wieder aufrappelte, hörte er ein Stöhnen von dem älteren Mann, dass in einem Gurgeln endete. Überrascht blickte er hinunter und sah, dass seine Kehle durchgeschnitten war.
    Mit geweiteten Augen drehte sich Bob um und sah die Actionfigur seines Sohnes auf sich zuspringen.

    ——-
    Es ist nicht fertig, es folgen jetzt Schlachtfest, Schlachtfest, Schlachtfest, dann schnappt sich der Junge die Pistole und erschießt die Puppe.

    Tut mir leid, dass es Stephen King ist, aber mir ist nichts anderes eingefallen, dem ich mich gewachsen fühle. Ich weiß, du kannst es nicht wirklich auf seine Genauigkeit beurteilen, aber ich kann dir sagen, dass die Handlung, der Rahmen, der Ablauf und die Charaktere SK entsprechen, aber der Stil nicht sehr. :)


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