März 5, 2007

Wochenende

Posted in Erleben um 12:54 pm von deadra

Freitag abend gab es im Haus wieder einmal eine Party, anlässlich von Pierres Geburtstag. Er hat uns alle zu chinesischem Essen eingeladen, und währenddessen und danach wurde geblödelt und getanzt, dass es eine Freude war.

An meinem Tisch beispielsweise haben sich Jean-Paul und Demitrios spontan verlobt. Ich hab‘ ihnen dafür auch extra einen meiner Ringe geliehen, damit es auch richtig romantisch wird. Leider hat die Verbindung nicht sonderlich lang gehalten. Gerade als sie nämlich ihre Flitterwochen geplant hatten (1 Woche Zypern, 1 Woche Libanon, oder so), stellte sich heraus, dass JP das Verhältnis zu seinem Laptop noch nicht beendet hatte. Und dass Demitrios eigentlich die Liebe seines Lebens schon bei sich zuhause gefunden hat. Also wurde die Verlobung noch während der Nachspeise wieder gelöst. … So hab‘ ich zumindest meinen Ring wieder bekommen :) Nur Pooja war traurig – sie hatte sich schon so darauf gefreut den beiden die Hochzeit zu planen.

Nach dem Essen hat dann Habib, der Diplomat aus Uganda, zu viel Applaus den „Robot“ getanzt. Und Masa hat, in bester Karate-Kid-Tradition, mehr oder weniger Kata im Rhytmus dargeboten. Auch sehr cool.

Hatte ich erwähnt, dass die Burschen untereinander abgesprochen hatten, im Anzug zu kommen? JP schaut in seinem Anzug aus wie ein iranischer Politiker…vor allem mit seiner derzeitigen Frisur und dem Bart. Francesco schaut aus wie ein Mafioso, weil er sich dann auch noch die Haare gelt. Demetrios auch, irgendwie (Hemd oben offen, Goldketterl, hochgestellter Kragen, hehe). Zusammen mit Masa waren sie dann wie ein Trio aus einem sehr schrägen Mafia-Crossover. Cary hatte seinen Anzug mit etwas kombiniert, das er „Party-Shirt“ nennt. Man stelle sich also ein Teil vor, das geschnitten ist wie ein Pyjama-Oberteil, bunt ist wie ein Hawaii-Hemd, geziert mit Goldfischen und japanischen Schriftzeichen. Hm.

Naghmeh irgendwann Pooja die Schuhe geklaut und beschlossen es wäre eine gute Idee, sie irgendwo zu verstecken, wo man nicht wirklich an sie heran kommt. Also hing dann einer oben an einem Lampenschirm, und der andere stand dekorativ auf einem Sims hoch über dem Rauchereck. Später hat sie sich auf Farai’s Schultern gestellt – keine Ahnung, wie sie darauf gekommen sind. Vielleicht wollten sie einfach beweisen, dass sie es können

Irgendwann hat Masa dann „You Can Leave Your Hat On“ gehört und begonnen zu strippen. Dabei hab‘ ich seine Krawatte erobert, hehe. Wenn sie kein lila drin hätte, dann wär sie noch schöner :) Ich bin dann also für den Rest des Abends mit einer Krawatte herumgelaufen, auch wenn sie nicht zu meinem Gewand gepasst hat. Ich hab‘ sogar noch gewusst, wie man sowas bindet.

Äh…ja. Die Frage ist eigentlich nur ob wir alle schon verrückt waren, oder ob uns das Haus hier erst verrückt gemacht hat ^_^“

Am Samstag bin ich ganz tapfer in der Früh aufgestanden, weil ich eigentlich den Wochenend-Kurs nehmen wollte. Aber nach dem ersten Viertel habe ich mangels Interesse aufgegeben. Ich konnte einfach nicht mehr, und ich lasse lieber ein Kapitel über sehr spezifische NGO-Arbeit in Sri Lanka aus, als dass ich diese Woche auf Menschenrechte verzichte.
Der Rest des Tages stand also im Zeichen der glorreichen Faulheit. Und es war gut so.

Nur abends hatte ich Cary versprochen, dass wir gemeinsam Kaiserschmarrn kochen (bzw. dass er kocht und ich assistiere). Jetzt weiß ich, dass das Zeug sogar beim ersten Versuch überhaupt gelingen kann. Und ich habe gelernt, dass es zu zweit mehr Spaß macht, wenn man beim Wenden kläglich scheitert ^^ Jedenfalls war das Ergebnis unseres Abenteuers eine große Schüssel Kaiserschmarrn, und jeder, der in die Küche kam, hat sich fröhlich daran bedient und ihn für gut befunden. Ich bin üüüüberhaupt nicht stolz auf mich ;)

Am Sonntag abend hat Masa Karate-Unterricht gegeben. Er bringt denjenigen von uns, die wollen, eine Kata bei. Mir war danach, also bin ich gegangen. Ein bisserl wahnsinnig ist er ja schon. Ich bin in einem ganzen Jahr Karate nur bis zur 3. Kata gekommen (sie werden schwieriger), und er steigt gleich bei Nummer 7 ein…mit lauter Anfängern, bzw mit mir Sportskanone. Mir war gar nicht klar, wie sehr mir das abgegangen ist…auf etwas/jemanden einzuschlagen, der Muskelkater am nächsten Tag, und natürlich das unverzichtbare Auf-Japanisch-angeschrien-Werden (ICHI!!! – NII!!! – SAN!!! …) – vor allem, weil man ja zurückschreien darf. Good times ^___^

3 Kommentare »

  1. marion said,

    Äh…ja. Die Frage ist eigentlich nur ob wir alle schon verrückt waren, oder ob uns das Haus hier erst verrückt gemacht hat ^_^”

    bei den anderen weiß ichs nicht…aber bei dir ists definitiv schon länger so;)

  2. L said,

    … grml, jetzt hat marion schon geschrieben, was ich auch andeuten wollte … *grins*
    du musst mehr fotos von eueren wahnwitzigen parties machen, ich würde voll gern welche sehen!

  3. oliver said,

    …na nun hab ich ein paar anregungen für die nächste party ;-)


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