September 16, 2006

Lebenszeichen

Posted in Erleben um 5:50 pm von deadra

Nein, das Blog ist nicht tot. Es hat nur geschlafen.

Genaugenommen war ich schreibfaul. Und damit beschäftigt zumindest die Grundlagen der erfolgreichen Beherrschung des Automobils zu erlernen.

Ich habe eine innige Hassliebe zur Kupplung entwickelt. Entweder ich steige drauf und gehe dann einfach – der Himmel weiß warum – nicht mehr von dem Pedal runter, benehme mich also gewissermaßen wie ein links-rechts-legasthenischer Bleifuß. Oder ich steige drauf und gehe dann so schnell wieder runter, dass der Motor im besten Fall seltsame Geräusche von sich gibt, im schlechtesten Falle jedoch eines grausamen Todes stirbt … wodurch ich dann natürlich nervös und hektisch werde und überhaupt nur noch alles falsch mache.

Naja. Die praktische Prüfung ist am Montag um 8 Uhr früh [= mitten in der Nacht] – wer Zeit, Muße und eine Hand frei hat, der möge mir bitte die Daumen halten. Danke.

Gestern waren wir in Leoben in der Ausstellung „Die Welt des Orients“.
Leoben ist bei uns ein jährliches Ritual – es ist super :)

Die Ausstellungen werfen immer alle Arten von interessanten Fragen auf – zB:
– Wenn man in einer Schlacht gegen Ottomanen von einem Streitkolben erschlagen wird, macht es dann einen großen Unterschied, ob besagter Kolben mit Gold und Edelsteinen besetzt ist oder nicht? [Streitkolben sind überhaupt sehr kultig – so retro :) ]
– Wie selbstmordgefährdet muss man eigentlich sein um sich als Handwerker eine Technik auszudenken, bei der man ein Messinggefäß mit einer Paste aus Gold und Quecksilber bestreicht und dann erhitzt, sodass das Quecksilber verdampft (!!!) und nur das feine Gold übrig bleibt?

Aber ich habe auch einige wichtige Sachen gelernt –
Und zwar dass man erst dann sicher sein kann, dass man es bis ganz nach oben geschafft hat, wenn man einen Rückenkratzer aus Bergkristall, besetzt mit Rubinen und Smaragden und auf einem vergoldeten Stiel besitzt.
Und, dass mir schwarzer Tee mit Cardamon schmeckt.

Überhaupt ist das Essen ja fast das Beste an dem ganzen Ausflug. Das Gasthaus neben der Kunsthalle bietet nämlich jedes Jahr eine extra Speisekarte mit authentischen Gerichten zum Ausstellungsthema an – und es ist schon etwas ganz Besonderes, wenn man in ein ganz und gar österreichisches Gasthaus geht und dort „die Nummer 5“ bestellt, „aber nicht zu scharf“ ^___^

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