02.26.07

Reality Check

Veröffentlicht in Lernen um 10:56 von deadra

Scheinbar gibt es doch einen klitzekleinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis.

Ich habe heute meine erste richtige Presseaussendung geschrieben. Und von der Tatsache, dass meine letzte Übung in diese Richtung schon wieder über 2 Jahre her ist, ganz abgesehen, muss ich gestehen, dass mir bei dem Gedanken, dass diese Seite jetzt wirklich irgendwo hingeschickt und gelesen (im Idealfall zumindest) wird, schon mulmig ist.

Kann ich sowas überhaupt? DARF ich sowas überhaupt??

Scheinbar hatte ich mir den Wunsch, man möge mich endlich ernst nehmen, nicht ordentlich überlegt. Jetzt haben die Menschen nämlich auch ernsthafte Erwartungen…

Was haben wir heute noch gelernt?
George Clooney hat sich die Augen verschönern lassen.

Und – laut James Cameron (und der muss es ja schließlich wissen) – waren Jesus Christus und Maria Magdalena ein Ehepaar und waren zusammen in Jerusalem begraben.
… Den Film hab’ ich gesehen. Antonio Banderas hat in der Hauptrolle mit Jesuitenfrisur irgendwie blöd ausgeschaut.

Oscar-Beichte

Veröffentlicht in Erleben um 9:54 von deadra

Ich gestehe es.
Ich habe nachgelassen.
Ich  habe es nicht geschafft, meiner Pflicht als  Film-Fanatikerin gerecht zu werden.

Letztes Jahr bin ich für die Oscars wach geblieben, obwohl ich sie nicht einmal im Fernsehen anschauen konnte, sondern auf Beschreibungen via MSN angewiesen war.

Und dieses Jahr, wo ich nicht nur eine Fernsehübertragung, sondern sogar Gesellschaft zum Anschauen gehabt hätte?

Tja, dieses Jahr hab’ ich um 2:45  kapituliert und musste schlafen gehen. … Die Schmach!!!

Aber – und das sind die guten Nachrichten:
1. Forrest Whitaker wurde bester Hauptdarsteller -  das bedeutet, dass der Film vielleicht doch auch noch zu uns ins Kino kommt.
2. Helen Mirren.
3. KEIN Oscar für Clint Eastwood. Ein Festtag für den Verband der Eastwood-Verachtenden (VEV).
4. Ganz viele Oscars für Pan’s Labyrinth.
5. Und für Little Miss Sunshine.
6. Daniel Craig und Nicole Kidman (die den einzigen Oscar verliehen, den ich noch live sehen konnte) sind ein sehr hübsches Paar – da freu’ ich mich umso mehr auf „The Golden Compass“ im Dezember. Besonders, wenn sie dann jeweils noch eine Raubkatze bzw. einen goldenen Affen zur Seite gestellt bekommen.

02.23.07

Veröffentlicht in Erleben um 9:36 von deadra

Vorgestern hab’ ich bis drei Uhr früh über’s Internet mit Matt diskutiert. Ihm war danach, und er weiß halt genau, was er sagen muss, um mich in eine Diskussion zu verwickeln. Es war super … zumindest bis gestern in der Früh, als ich um 8 aufstehen sollte.

Den ganzen Vormittag war ich dann dementsprechend im Koma, in der Mittagspause bin ich eingeschlafen, und um 4 war ich dann in Schwierigkeiten. Um 6 war nämlich die Deadline für das Assignment, und ich hatte mir noch nicht einmal einen Konflikt zum Lösen ausgesucht.
Um 5 hatte ich mich mit mir selber auf den Iran geeinigt, und mir war eine Lösung eingefallen, die ebenso simpel wie verrückt ist. In der verbleibenden Stunde hab’ ich das ganze dann als Resolution formuliert,getippt, gedruckt und abgegeben.

Um halb 7 war ich mit einigen anderen bei Dietrich (Direktor) zum Essen eingeladen – Myler, der Prof aus Kanada hatte gekocht. Das war sehr nett, und lecker. Hat schon was für sich, die EPU ^_^

Danach waren wir Studenten (+ Prof. Georg) bei Mike’s und haben Geburtstage von Anna (Moldova), Habib und Dominic gefeiert. Außerdem gab es eineTrauerminute, in der wir des EPU-Autos gedachten, das knapp vor dem Morgengrauen in einem einsamen Strassengraben eines tragischen Todes gestorben war. (Nicht genug, dass wir in Schlaining sitzen. Nein – jetzt sitzen wir in Schlaining und sind auf ÖFFIS angewiesen…es gibt ganze 5 Busse nach Oberwart pro Wochentag…und keine am Wochenende.)
Es war einer von den Abenden, an denen ich es geniesse, auf einer Party nüchtern zu sein. Da kann man dann beobachten, wie Jean-Paul und Masa zusammen ein Stück (!!!) Schnitzel essen (wie in der romantischen Szene mit der Nudel). Man bekommt außerdem eindeutige Angebote von Masa, lernt von Paul im Trockentraining, wie man eine Propellermaschine fliegt („But remember – if you’re in a thunderstorm, with the wind blowing from the side at 60 miles an hour, and you loose an engine, it’s a different story.“), und diskutiert mit Sean über die Hitliste der 10 peinlichsten politischen Ausrutscher in der amerikanischen Politikgeschichte. (Wie kann es sein, dass jemand, der schwankt wie ein Bäumchen im Winde, sich an einem Sessel festhalten muss und die blutunterlaufenen Augen kaum noch richtig offen halten kann, immernoch logisch und kompetent über Politik diskutieren kann???)

Danach, wurde ich noch Zeugin eines Wrestlingmatches zwischen Naghmeh (weiblich, dünn, etwas kleiner als ich) und Cary (männlich, 8m groß, Weltrekordhalter im Dauer-Basketballspielen), woraus ich folgendes gelernt habe: 1.) Manche Kämpfe sind nicht so ungleich, wie sie auf den ersten Blick aussehen. und 2.) Iranerinnen beissen.

Mein Leben glaubt mir keiner.

***

Marienkäfer-Update: Gestern waren es allein am Vormittag drei, heute nur zwei.
Und zur Erklärung – es handelt sich um verschiedene Marienkäfer. Die Flecken sind jedes Mal anders.

02.21.07

Nest?

Veröffentlicht in Erleben um 3:26 von deadra

Ich habe hier in meinem Zimmer neuerdings ein tägliches Ritual.

Jeden Tag schaue ich irgendwann im Laufe des Nachmittags in Richtung Fenster und stelle fest, dass ein Marienkäfer innen auf der Scheibe herumkrabbelt.

Jeden Tag bringe ich das arme Tierchen dazu, dass es auf meine Hand geht. Dann mache ich das Fenster auf und entlasse den Käfer in die Freiheit des Gartens.

Und am nächsten Tag, wenn ich am Nachmittag wieder zum Fenster schaue, sitzt schon wieder ein Marienkäfer innen auf der Scheibe.

02.20.07

ERBÄRMLICH

Veröffentlicht in Erleben um 11:58 von deadra

Eine Gruppe von EPUlern wollte am Freitag Abend in Wien in den Volksgarten.
Sie stellten sich an, warteten geduldig, bereit den (nicht gerade bescheidenen) Eintrittspreis zu bezahlen, alle aufgebrezelt, alle voller Vorfreude auf Party.

Bis der Türsteher beschlossen hat, dass Dominic (Uganda) nicht ins Lokal kommt. Der Rest der Gruppe schon.

… Sie sind geschlossen wo anders hin gegangen.

Und ich sitze hier und schäme mich für dieses Land.

02.15.07

tja

Veröffentlicht in Erleben um 10:58 von deadra

Heute hatte sich meine Motivation scheinbar frei genommen. Und meine sonstigen Fähigkeiten auch.
In der früh bin ich nicht aus dem Bett gekommen, dann hat mich das Abwaschen eines Messers dermaßen überfordert, dass ich es zweimal machen musste, dann konnte ich keine 3 Teetassen tragen, …

… und die Summe meiner tatsächlichen Arbeitsleistung beträgt ganze 2 geschriebene Zeilen.

Stattdessen hab’ ich mir unter anderem Stellenangebote und Internships im Internet angeschaut.
Eines der Internships hätt mich schon sehr gereizt, irgendwie. Als Communications-Intern bei einer NGO – also mehr oder weniger genau das, was ich halt so machen will. Betraut mit der Recherche und Zusammenstellung einer aktuellen Handbuch-Ausgabe – wo dann alles faktisch richtig und neutral und von was-weiß-ich-nicht-wem in Meetings abgesegnet werden muss, damit es veröffentlicht werden kann. Schon sehr cool. Und bezahlt wäre es auch, wenn auch nicht gerade übermäßig gut – aber es ist halt eine NGO. Außerdem würden sie alles bis auf meine tägl. Verpflegung extra bezahlen.
Jetzt sagt ihr euch sicher, dass diese Sache einen Haken haben muss. Hat sie auch…das Internship dauert nämlich von Mai bis August. Und Juni, Juli, August bin ich ja schließlich noch mit meinem Studium hier beschäftigt.

Schade eigentlich. Ich stell mir Kabul im Sommer verhältnismässig nett vor.

02.13.07

aufwärts

Veröffentlicht in Erleben um 10:30 von deadra

Meine Laune verbessert sich langsam.

Ich schummle aber auch ordentlich:

  • auf meinem Schreibtisch liegt Schokolade
  • „Pan’s Labyrinth“ ist heruntergeladen und erwartet mich (eben alles, was man von einem Märchen in bester Grimm-Tradition erwartet: Magie, Gewalt, Grusel, Gewalt, Abenteuer…und noch mehr explizite Gewalt;)
  • Ich habe eine potenzielle neue Romanserie gefunden, die meinen Durst nach Schund vielleicht zu stillen vermag:

    „HARRY DRESDEN-WIZARD

    Lost Items Found. Paranormal Investigations.

    Consulting. Advice. Reasonable Rates.

    No Love Potions, Endless Purses, Parties, or Other Entertainment

    You’d be surprised how many people call just to ask me if I’m serious.“ – he he he. Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass sein „Zauberstab“ scheinbar ein Hockeyschläger ist.

  • Außerdem schau’ ich mit „Heroes“ gerade die Serie, die „Lost“ in den USA als „Neuester Kult“ abgelöst hat. Die hat nicht nur tolle Effekte und einen interessanten Aufbau (eine Actionserie wie ein Episodenfilm – klingt krank, ist aber so), sondern auch einen sehr feschen Inder. Und sie gibt mir eine Hoffnung wieder, die ich nach diversesten japanischen „Magical Girl“-Animes schon aufgegeben hatte: Es ist DOCH noch nicht zu spät! Ich könnte auch in meinem Alter noch Superkräfte entwickeln!!!

Außerdem war ich heute auswärts Abendessen (eine weitere Stimmungs-Hebungs-Maßnahme, aber nicht für mich, sondern für Daisy). Bei meiner Rückkehr:
Gabi (Argentinien): „What did you have for dinner?“
Ich: „Venison.“
Gabi: „What is that? I do not know that word.“
Paul (beinhart): „She ate Bambi.“

02.12.07

Vorsicht – bissiges Ich

Veröffentlicht in Erleben um 10:56 von deadra

Meine tolle Stimmung vom Samstag hat leider recht schnell umgeschlagen.
Ich bin schon seit gestern dermaßen schlecht drauf…es wundert mich beinahe, dass noch kein Blut geflossen ist.
Ich bin nicht nur launisch genug um Leuten in einem Moment beinah den Kopf abzubeißen, und ihnen im nächsten voller Inbrunst was vorzuraunzen.
Und wenn dann auch noch was schiefgeht, also sagen wir, die Pizzeria zu hat, „Pan’s Labyrinth“ nicht fehlerfrei heruntergeladen wurde, oder das Teewasser nicht schnell genug kocht…dann nehme ich das jedes Mal persönlich.
Das ist alles Teil der großen Verschörung, die nur dazu dient, mir das Leben schwer zu machen.

Und das Galtung-Papier ist auch noch nicht zu Ende…er hätte nämlich gern alle 4 Konzepte zu einem einzigen kombiniert…
Und mein Computer, der eigentlich einen DVD-Brenner haben sollte, weigert sich standhaft DVDs zu brennen…nicht einmal mit Daten drauf. Von Filmen träum ich ja schon gar nicht mehr.

Und überhaupt.

!!!

02.11.07

Wochenende

Veröffentlicht in Erleben um 12:20 von deadra

Tja – es hatte doch ein Ende!

Galtung hat am Freitag um 6:30 in der Früh das Gebäude verlassen, damit er rechtzeitig zu seinem Treffen mit dem Bundespräsidenten in Wien sein konnte. … Es muss schon furchtbar sein, wenn man solche Beziehungen hat.

Unsere Gruppe hat schlussendlich doch noch die Welt gerettet (die anderen Gruppen übrigens auch).
Und alles, was wir dazu gebraucht haben war eine Formel um die benötigten Gelder zu berechnen, Steuern aufs BSP, auf Finanzspekulation (5% – *evilgrin* nehmt das ihr …Kapitalisten, ihr!) und auf TNCs. Und natürlich einen Mechanismus zur Verteilung bzw. Kontrolle.
Dazu dann noch ein nettes Logo, einen Slogan und ein Layout (mir war danach), und wir waren sogar 3 Stunden vor Ablauf der Frist fertig.
Sean und ich haben uns allerdings dann noch über eine Stunde lang schriftstellerisch selbst verwirklicht und an dem Text gefeilt, dass es eine Freude war. Es ist vermutlich freakig, dass mir sowas Spaß macht, aber ich steh dazu.

Danach (weil’s schließlich noch nicht einmal Mitternacht war) haben wir uns noch „Hoodwinked“ – „Die Rotkäppchen-Verschwörung“ – angeschaut. Göttlich. SOOOOOOOOOOO genial!!! Alles. Sogar die Hintergrundmusik war so herrlich sarkastisch. Da hoppst Rotkäppchen alias „Red“ deprimiert durch den Wald und alle Blumen schließen sich sobald sie vorbeigeht, und im Hintergrund tönt die Ballade „Oooooooooooooh Because Red is blue today. Red is blue today. Red is blue. That doesn’t make much sense, but Red is blue today-yay-ay….“. ^__^  Schon sehr genial. Und das der Film aufgebaut ist wie Rashômon…und überhaupt.

Zum Freitag gibt es bis zum Abend nur Folgendes zu sagen: Faulheit rulez!
Und zu der Party nachts kann man nur sagen

  • dass moldovischer Brandy auf nüchternen Magen scheinbar zu Diskussionen über die Entpolitisierung des Nationalismus führt,
  • dass es seltsam ist, dass jetzt zwei „Catherines“ im Haus sind („I thought you were dancing.“ „Me?!“ „Yes. Ola just said to me – Look, Catherine is dancing.“ „Huh?!“)
  • dass man wohl nicht gelebt hat, bevor man nicht gesehen hat, wie ein blonder Libanese und ein 1,80 großer, betrunkener Japaner miteinander Boogie tanzen.

Heute wurde wieder der Unproduktivität gefrönt (und die Festplatte ein bisschen ausgemistet). Außerdem hat Cary versucht mich für die Mac-User-Sekte zu missionieren. Ich weiß nicht so recht. … Ich habe im Moment zwar das Gefühl, dass ich meinen letzten Windows-Computer benutze, aber vielleicht verkaufe ich meine Seele ja auch an den kleinen, fetten Pinguin. Wer weiß.

Abends hab’ ich voller Begeisterung „Little Miss Sunshine“ gesehen. Bin begeistert. Wie mir der Film bisher entgehen konnte, weiß ich nicht. Aber jetzt hab’ ich ihn ja gesehen und alles ist gut.
Wenn ich eine  Hektoliter-Dose  Haarspray hätte, dann würd’ ich gern einmal probieren ob man solche Schönheitswettbewerbs-Frisuren tatsächlich machen kann. Wär’ sicher lustig.

Und jetzt, vor dem Einschlafen, weil ich aus irgendeinem Grund darauf gekommen bin, hab’ ich noch schnell den Text zu „Oh, the Places You’ll Go!“ von Dr. Seuss rechts oben auf eine Page getan. Es ist zwar ohne die psychedelischen Bilder nur halb so toll, aber immernoch ganz, ganz herzig.

02.07.07

assignments

Veröffentlicht in Erleben um 9:58 von deadra

Irgendwie hat sich die Schwierigkeitsstufe hier seit dem ersten Semester ganz schön erhöht.

Vor Weihnachten war es ja noch vergleichsweise einfach:

- Löst in Gruppenarbeit den Israel-Palästinenser-Konflikt (1 Tag)
- Erläutert Profil und Beweggründe eines einzelnen Terroristen (1 Nachmittag)
- Verhindert einen Konflikt zwischen 1,3 Mrd. Moslems auf der West-Ost-Achse zw. Casablanca und Mindanao und den 1,3 Mrd. Hindus auf der Nord-Süd-Achse zwischen Katmandu und Trincomalee. (50min)

Gestern wurde es ein klitzekleines bisschen schwieriger:
- Entwickelt (bis Do Abend) einen Entwurf für finanzielle Grundsicherung für alle 6,5 Mrd Menschen auf der Erde (garantierte Nahrung, Unterkunft, Kleidung, Zugang zu Bildung und medizinische Versorgung) – inkl. Finanzierungsmodell und ungefährem Kostenvoranschlag.

Hm. … Aus irgendeinem Grund fühle ich mich plötzlich ausnahmsweise einmal echt nicht zuständig.

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