02.28.06

Insomnia

Veröffentlicht in Sehen um 12:29 von deadra

Ich konnte wieder mal nicht schlafen…meine innere Uhr ist ernsthaft verstellt.

Jedenfalls stößt man um 2 Uhr früh am berüchtigten Channel 4 auf die faszinierendsten Dinge.

Zuerst eine ältere Folge „Emergency Room“, was an sich ja noch nicht so ungewöhnlich wäre.

Aber dann, ja dann. Es folgte die bizarrste, krankste Sendung, die ich je gesehen habe. Und bei mir heisst das so einiges.

„Dr. Tatiana’s Sex Guide to All Creation“

Was auf den ersten Blick wie der phänomenal schlechte Titel eines billigen französischen Softpornos klingt, entpuppt sich nach wenigen Sekunden als das erste und einzige Wissenschafts-Dokumentations-Musical. … Ja, ganz richtig gelesen. Musical.

Wie darf man sich das vorstellen? Dr. Tatiana, eine Dame mit einem über-britischen Akzent der nur noch von Keira Knightley’s übertroffen wird, erklärt faszinierende, interessante, oder einfach nur kranke Eigenheiten im Sexualverhalten gewisser Spezies und zieht daraus weitreichendere Schlüsse für die Schöpfung im Allgemeinen und Homo Sapiens im Speziellen.

Die besprochenen Spezies werden durch Sänger/Tänzer in passenden Kostümen vertreten, die sich Dr. Tatiana in einem Talkshow-Studio stellen, und zwischendurch lehrreiche Musical-Nummern zum besten geben. („I am a hermaphroditic banana slug. I can have sex with myself in a pinch.“ la la la)

Biologisch gesehen kann ich nicht sagen, dass viel dabei gewesen wäre, was mir nicht aus Bio dunkel in Erinnerung war (außer so Kleinigkeiten wie die Existenz der Banana Slug – auf das Obst ist mir vorläufig die Lust vergangen – des Sea Hare, und anderer faszinierender Spezies, von denen ich niemehr wieder was hören werde).

Aber allein das Konzept…und die Tatsache, dass sich das alles nicht so ganz ernst nimmt (vor allem Dr. Tatiana, die im wirklichen Leben eine renommierte Evolutionsbiologin ist), waren irgendwie fesselnd, auf eine kranke und psychodelische Art.

Das Ganze gibt’s auch in Buchform: „Dr. Tatiana’s Sex Advice to All Creation“ – Scheinbar schreiben besorgte und verwirrte Fluchtfliegen, Bienenköniginnen und Hyänen nicht an das Dr. Sommer-Team sondern an Dr. Tatiana. XD

02.27.06

Noam Chomsky

Veröffentlicht in Erleben um 3:35 von deadra

Der vielleicht intellektuellste Mensch der Welt.
Und er hat sein eigenes Spoof-Comic! (Zugegeben, um es zu verstehen muss man zumindest wissen wer Chomsky ist und was er so macht…aber das setze ich jetzt einfach mal ganz gemein voraus.)
Und nicht nur das, er hat auch eine eigene Kollektion an speziellen Chomsky Pickup-Lines.
Mein persönlicher Favorit?

„Hi! Want to manufacture some consent?“

02.26.06

Ende

Veröffentlicht in Erleben um 5:37 von deadra

Da die BAFTAs vergeben sind (und ich bin großteils mit dem Ergebnis zufrieden), habe ich mein Versprechen eingelöst und die Antworten für’s Filmquiz online gestellt. Zumindest die, die ich finden konnte. An zwei oder drei Fragen hab ich mir, leider, die Zähne ausgebissen. Der Skip-Bewerb war einfach dagegen.
Aufgrund der allzu regen Beteiligung behalte ich den Preis. – Selber schuld.

Hymne des Tages: Lockdown Project – Goodfellas

hach

Veröffentlicht in Träumen um 12:09 von deadra

Mein heutiger Tag war CSR gewidmet…alles sehr frustrierend – allein die Überlegungen dahinter…na egal.

Jedenfalls hab ich in einer Pause den Fernseher eingeschaltet und bin auf ein sehr gemeines Programm gestossen:

„The 20 best…“ Das ist ein böses Urlaubsprogramm. Reisejournalisten (für den Job allein würd ich, glaub ich, so gut wie alles tun, aber das ist eine andere Geschichte) empfehlen da jede Woche die 20 besten … irgendwas.

Heute waren es Hotels. 20 genialste Hotels, verstreut über den ganzen Globus. Das einzig gemeine daran war, dass sie jeweils den Mindestpreis pro Nacht für ein Doppelzimmer links oben in der Ecke eingeblendet hatten…das hätt ich nicht gebraucht…echt nicht.

Was habe ich gelernt?

1. Das Copacabana Palace in Rio bietet jeden Sonntag ein brasilianisches Buffet.
2. Das Clarence in Dublin, laut diesem Programm das viertbeste Hotel der Welt, gehört Bono. Das hat faszinierenderweise denselben Charme wie Barnacle’s damals…oder noch mehr. Aber mit 5 Sternchen. Und wenn man Glück hat trifft man den Besitzer im Lift.

3. Das Burj Al Arab in Dubai hat genug verarbeitetes Blattgold in der Innenausstattung um ein Fussballfeld zu bedecken. Und das faszinierende daran ist, dass es trotzdem nicht kitschig wirkt. Opulent, eskapistisch, in jeder Hinsicht „over the top“, aber nicht kitschig.

4. Im Ritz in Madrid bekommen Stammgäste eigene Bademäntel mit ihren Initialen drauf, Stammpersonal (also immer dieselben Butler, etc.), und haben scheinbar eine Auswahl an Kunstgegenständen, die sie sich für den Aufenthalt in die Suite stellen lassen können.

5. Das W Hotel New York (schöner und stylisher wird’s nicht) ist nach Inspiration von „The Secret Garden“ (F. H. Burnett) dekoriert. Jedes Zimmer hat ein kleines Blumenkistl mit Gras, eine kultige Retro-Gießkanne, und ein süßes Schild „Water me“ – als Erinnerung, dass man sich auch um das eigene, innere Wohlbefinden kümmern sollte.

6. Blake’s in London ist DER Traumpalast schlechthin. Abgesehen vielleicht vom Danieli in Venedig. Aber die zwei kann man nicht wirklich vergleichen. Allein die Vorstellung…wenn man genug Kleingeld hat, kann man im ehemaligen Palast der Dogen schlafen!

7. Das Four Seasons in Istanbul ist, und das ist kein Scherz, ein umgebautes Gefängnis. Und das mitten in Sultanahmet. Genial.
8. Wer im Peninsula in Hong Kong eine Suite bewohnt kann mit dem hoteleigenen Hubschrauber über die Bucht in die Stadt zum shoppen fliegen. Wobei es mir ein Rätsel ist, warum irgendjemand dieses Hotel je freiwillig verlassen wollen würde.

9. Als ich in Nizza war hätte ich das Negresco nicht nur von außen bewundern sondern zumindest in die Lobby gehen sollen. wow. Wow. WOW!!!!

10. Ich muss sooo reich werden…

btw: Hymne des Tages – „Finding you“ von The Go-Betweens

02.21.06

hm

Veröffentlicht in Erleben um 7:53 von deadra

Ich habe beschlossen, dass ich wieder gesund bin.
Irgendwie schienen Husten und Schnupfen allein dann doch eher fadenscheinige Ausreden und ich musste um 9 Uhr früh in das vielleicht sinnloseste Seminar von allen. Eine Stunde lang „wie schreibe ich ein Examen“ – nein, nichts Nützliches (zB „was kommt zum Examen“ „was sind die Fragen beim Examen“ „was sind die richtigen Antworten fürs Examen“)…grmpf. Allein der Gedanke, dass ich aufgestanden bin und mich durch den kalten Wind gekämpft habe damit sich mein Prof vor mich hinsetzt, mir in die Augen schaut, und sagt: „If you start a new idea, you also have to start a new paragraph.“

Das ist eine Stunde meines Lebens, die ich niemals zurückbekommen werde…

Übrigens – ein kleiner Überlebenstipp für all diejenigen, die sich genauso darüber amüsieren wie ich, dass Take That ab März wieder auf Tour gehen.

Nie, unter gar keinen Umständen, NIEEEEEEEEEEEMALS gleichzeitig Take That – Musikvideos anschauen und nebenbei essen oder trinken. Ich wäre vorhin grade beinahe an „Pray“ gestorben. –> Tod durch Boygroup-Stil-Vergiftung XD

02.18.06

Veröffentlicht in Erleben um 11:53 von deadra

Ich befinde mich auf dem Wege der Besserung. Fieber und Halsweh sind schon weg, und ich habe heute weniger als 100 Taschentücher gebraucht. Es geht aufwärts.

Allerdings ist mir der Hustensaft ausgegangen und ich habe mich dementsprechend auf die Expedition zu Boots begeben. Ich dachte mir Hey – es ist ein schöner Tag, die Sonne scheint, und Bewegung tut immer gut. Außerdem ist Boots nur 15 Gehminuten von meinem Haus entfernt. Der Weg ins Zentrum war ja noch ok, kein Problem, nicht einmal ein Hustenanfall.

Ich habe sogar mit dem Gedanken gespielt noch 100 Meter weiter zu gehen und Milch zu kaufen. Aber an der Kassa bei Boots war ich dann müde – Früchtetee ist eh gesünder.

Der Weg nach Hause war länger als je zuvor. Ehrlich. Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal so unglaublich fertig war. Irgendwie hab ich’s doch nach Haus geschafft, bin auf mein Bett gekippt und habe mit hochgelagerten Beinen gewartet, dass mein Kreislauf wieder in Gang kommt. Dabei bin ich scheinbar vor lauter Erschöpfung eingeschlafen – jedenfalls waren zwei Stunden vergangen als ich das nächste Mal die Augen aufgemacht habe.

Irgendwie sehr arg. Ich sollte mir das krank sein abgewöhnen…irgendwann muss ich nämlich auch wieder zum Supermarkt…und der ist noch weiter weg.

02.16.06

Johari

Veröffentlicht in Erleben um 11:08 von deadra

Bitte sehr – zuerst gesehen bei Fay, dann bei Le. Ich habe mich anstecken lassen…

Hier ist mein Johari-Window. Bitte seid so nett und füllt es aus :)

Bäh

Veröffentlicht in Erleben um 3:46 von deadra

Ich bin krank.

Das bedeutet ich verbringe einen Großteil meiner Zeit mit überaus theatralischem Leiden (gebt mir einen Oscar!) und ernähre mich von Pillen. Es bedeutet auch, dass ich nicht wirklich schlafe. Keine Ahnung warum. Vernünftig wäre es, zu schlafen, wenn man Fieber und Kopfweh hat. Aber vernünftig war ich noch nie. Daher liege ich auch bis ca. 5 Uhr früh wach, obwohl ich eigentlich brav um 8 das Licht aus hatte. Normalerweise gebe ich so gegen Mitternacht auf und schalte den Fernseher ein, weil der Sandmann nicht kommt und mir so unglaublich fad ist.
Da lernt man so einiges…zum Beispiel, dass Estland die digitale Revolution anführt. Das Regierungskabinett stimmt online ab. Man kann scheinbar sogar via Handy ein Haus kaufen. Und die Hälfte der öffentlichen Plätze in Tallinn hat gratis wLAN. – überhaupt ist Tallinn sehr stylisch. Sogar oder vielleicht gerade um 3 Uhr früh vom Bett aus ^^

Außerdem scheint „Life as a House“ („Das Haus am Meer“ mit Kevin Kline, Hayden Christensen und Kristin Scott Thomas) ein viel schlimmerer Film zu sein als mir je bewusst war. Man stelle sich vor…ein Familiendrama das so schrecklich ist, so furchtbar, dass man es erst um 1 Uhr früh zeigen kann.

Wie würde sowas tatsächlich aussehen? Jerry Bruckheimer präsentiert das Hollywood-Debut von Chan-Wook Park (Old Boy, Lady Vengeance), mit Bruce Willis und Vin Diesel als entfrendeter Vater und Sohn, die sich treffen um nach Jahren endlich ihre Differenzen beizulegen…auf die eine oder andere Weise… ^^

02.12.06

Olympia

Veröffentlicht in Erleben um 11:25 von deadra

Ich schau grade die Herrenabfahrt in Turin, auf BBC2.

Das ist eine interessante Erfahrung, weil die Kommentare fast unbrauchbar sind.
Sie haben grade erklärt warum da blaue Linien im Schnee sind, wo beim Start die Stöcke hingehen (auf die andere Seite von dem Stoppuhr-Dings), warum der Läufer in der Abfahrtshocke die Stöcke so am Körper hat…Heinz Prüller ist ein Gedicht dagegen.

Und der beste Moment kam nach circa drei Minuten, als der Brite Finley Mickel (Startnummer 2) es geschafft hat mit Bestzeit ins Ziel zu kommen:

„MICKEL HAS GOLD!!!“ und dann, nach einer Pause, die etwas zu lang war um wahr zu sein: „…for now.“

Edit: Es ist jetzt eine Stunde später und ich weiß nicht, was grade passiert ist. Bin noch im Schockzustand.
Ich würde sagen wenn die Engländer in den nächsten Tagen Witze über Frankreich machen, bin ich dabei.

02.11.06

o.0

Veröffentlicht in Erleben um 9:42 von deadra

Das hab ich grade im Fernsehen gesehen und dann im Internet gefunden.

Erinnert mich an etwas…naja, egal – das gehört hier nicht wirklich hin.
Ist es nicht eigentlich traurig, dass das Bedürfnis nach soetwas überhaupt vorhanden ist? Es wirkt jedenfalls wie eine Mangelerscheinung.

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